Die European SharePoint Conference wirft bereits ihre Schatten voraus. Dieses Jahr werden zwei Eintrittskarten zum Preis von einer verlost. Unter allen Einsendungen werden 30 Teilnehmer ausgelost.
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Wednesday, July 17, 2013
Liste aller SharePoint 2010- und Office Server 2010 SP1-Pakete
Wollten Sie schon immer mal wissen welchen Service Pack Sie für SharePoint 2010 benötigen? Dieser Artikel führt alle Microsoft SharePoint 2010 und Office Server 2010 Service Pack 1 (SP1)-Pakete auf und gibt Informationen, wie Sie sie beziehen können:
http://support.microsoft.com/kb/2510766/de
http://support.microsoft.com/kb/2510766/de
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Hyper-V Remote Management Configuration Utility (HVRemote)
Die Virtualisierungen von Servern ist heute keine große Kunst mehr. Mit Hyper-V stellt Microsoft sogar eine eigene kostenlose Version mit alle notwendigen Komponenten zur Verfügung. Allerdings kann die Konfiguration der RSAT Management Tools auf einem anderen Rechner ziemlich nervenaufreibend sein. Wenn man noch nicht sehr viele Erfahrungen mit den Remoting-Funktionen von Windows gesammelt hat, kann die Konfiguration am Anfang ganz schön frustrieren.
Man kann sich aber auch gleich viel Ärger ersparen indem man das Hyper-V Remote Management Configuration Utility (HVRemote) verwendet. Einfach auf den Servern, welche konfiguriert werden sollen und den Arbeitsplatzrechnern auf dem die RSAT Tools installiert sind, herunterladen und ausführen.
Man kann sich aber auch gleich viel Ärger ersparen indem man das Hyper-V Remote Management Configuration Utility (HVRemote) verwendet. Einfach auf den Servern, welche konfiguriert werden sollen und den Arbeitsplatzrechnern auf dem die RSAT Tools installiert sind, herunterladen und ausführen.
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Tuesday, July 16, 2013
Property Bags in SharePoint mit der PowerShell konfigurieren
Ein Property bag in SharePoint ist eine Key/Value Speicher um verschiedenste Informationen in der Site zu speichern. Jede Site verwaltet seinen eigenen Property bag. Der normale Anwender wird diese Informationen nicht zu Gesicht bekommen und auch der Admin hat über die Zentral Administration keine Möglichkeit die Werte in dem Property bag zu verändern. Natürlich könnte ein Entwickler eine solche Komponente bereitstellen, aber das ist ein anderes Thema.
Warum ist die also der Property bag für den Administrator von Interesse? In größeren SharePoint Installationen möchte ich als IT-Professional wissen, wer wann welche Site bestellt hat. Diese Person nenne ich normalerweise den Site Owner. Der Site Owner ist die Person, welche letztlich entscheidet was mit der Site passiert.
Wir benötigen eine Zuordnung von Site Owner zur Site. Eine Möglichkeit wäre z.B. eine Liste zu führen und dort alle URLs und Kontaktdaten der Personen eintragen. Das wäre aber nicht die Art und Weise wie wir eigentlich mit SharePoint arbeiten. In SharePoint arbeiten wir mit Metainformationen und daher wäre es nur logisch, wenn der Site Owner eine Eigenschaft der Site wäre. Mit dem Property bag können wir genau das erreichen.
Als erstes setzten wir den Kontext auf die Site mit der wir arbeiten wollen:
Es spielt dabei keine Rolle, ob der Key Groß- und Kleinbuchstaben verwendet. Der Key wird automatisch in Kleinbuchstaben gewandelt.
Warum ist die also der Property bag für den Administrator von Interesse? In größeren SharePoint Installationen möchte ich als IT-Professional wissen, wer wann welche Site bestellt hat. Diese Person nenne ich normalerweise den Site Owner. Der Site Owner ist die Person, welche letztlich entscheidet was mit der Site passiert.
Wir benötigen eine Zuordnung von Site Owner zur Site. Eine Möglichkeit wäre z.B. eine Liste zu führen und dort alle URLs und Kontaktdaten der Personen eintragen. Das wäre aber nicht die Art und Weise wie wir eigentlich mit SharePoint arbeiten. In SharePoint arbeiten wir mit Metainformationen und daher wäre es nur logisch, wenn der Site Owner eine Eigenschaft der Site wäre. Mit dem Property bag können wir genau das erreichen.
Als erstes setzten wir den Kontext auf die Site mit der wir arbeiten wollen:
$web = Get-SPWeb http://host.domain.tld/Wir können uns alle vorhandenen Eigenschaften im Property bag anzeigen lassen:
$web.PropertiesUm eine eigene Eigenschaft hinzu zu fügen, können wir die Methode Add() verwenden. Dabei nimmt die Methode zwei Parameter entgegen. Den Key und den Value.
Es spielt dabei keine Rolle, ob der Key Groß- und Kleinbuchstaben verwendet. Der Key wird automatisch in Kleinbuchstaben gewandelt.
$web.Properties.Add(“Key”, “Value”)Um einen vorhandenen Key zu entfernen verwendet man die Methode Remove():
$web.Properties.remove(“Key”)Änderungen die bisher am Property bag vorgenommen wurden sind nicht permanent und gehen verloren sobald die PowerShell Session beendet wird. Damit die Änderungen auch übernommen werden, muss der Property bag mittels der Methode Update() gespeichert werden.
$web.Properties.Update()Vielleicht fallen euch noch andere Fälle ein bei dem man den Property bag gebrauchen kann. Postet eure Ideen einfach bei den Kommentaren.
Friday, June 28, 2013
Tuesday, May 28, 2013
.msg Dateien in einer SharePoint Dokumentenbibliothek mit Outlook öffnen
Eine neue Installation von SharePoint ist nicht unmittelbar in der Lage E-Mails, welche im Format .msg gespeichert wurde, direkt in Outlook zu öffnen. Stattdessen erhält man beim Öffnen der Datei nur die Option zum Speichern angeboten. Dieses Verhalten wird durch die Einstellungen des Browser File Handling in SharePoint gesteuert. Diese Einstellungen sind immer für eine WebApplication gültig und müssen daher ggf. in mehreren WebApplications vorgenommen werden.
Es gibt zwei Methoden die Einstellungen des Browser File Handling zu verändern. Mit der Einstellung „Strict“ werden MIME Typen, welche nicht in der SharePoint Property „AllowedInlineDownloadedMimeTypes“ eingetragen sind, nicht im Browser dargestellt und müssen heruntergeladen werden. Mit der Einstellung „Permissive“ wird es jedem nicht registrierten MIME Typ erlaubt, im Browser dargestellt zu werden.
Diese Methode geht sehr einfach an das Problem ran, in dem es die Standard Einstellung von Strict auf Permissive ändert. Für diese Einstellung gibt es aber eigentlich keinen Grund, da hiermit die Sicherheit von SharePoint geschwächt wird. Es sollte daher immer die sichere Methode den Vorzug gegeben werden. Dazu gleich mehr.
• In der Zentraladministration unter dem Bereich Application Management den Punkt Manage Web Applications auswählen.
• Die Web Application auswählen die konfiguriert werden soll.
• Im Ribbon Menü den Punkt General Settings auswählen
• Bis zur Einstellung Browser File Handling scrollen und die Einstellung auf Permissive ändern.
Nach Änderung Web Application Einstellungen muss noch der verknüpfte Application Pool recycled werden. Alternativ kann auch ein iisreset.exe /noforce ausführen.
Als erstes muss der MIME Type im IIS registriert werden:
• Start der Internet Information Manager Konsole
• Den Server der Konfiguriert werden soll in der linken Spalte auswählen
Die Einstellung kann entweder für den ganzen Server oder nur für eine Web Application vorgenommen werden.
• Die Einstellung für die MIME Typen öffnen und ein neues hinzufügen
• Bei „File name extension“ die Endung .msg eintragen
Den Punkt vor der Endung mit angeben
• Bei „MIME Type“ den Wert application/vnd.ms-outlook eintragen
Die Einstellungen müssen auf allen Web Frontend Servern in der SharePoint Farm vorgenommen werden.
Als nächsten Schritt muss man mittels der Powershell die Dateiendung .msg der Eigenschaften der Web Application hinzufügen. Am besten ist es man erstellt sich hierfür ein kleines Skript. Diese Einstellungen muss dann nur auf einem der Server in der Farm ausgeführt
Es gibt zwei Methoden die Einstellungen des Browser File Handling zu verändern. Mit der Einstellung „Strict“ werden MIME Typen, welche nicht in der SharePoint Property „AllowedInlineDownloadedMimeTypes“ eingetragen sind, nicht im Browser dargestellt und müssen heruntergeladen werden. Mit der Einstellung „Permissive“ wird es jedem nicht registrierten MIME Typ erlaubt, im Browser dargestellt zu werden.
Die Quick & Dirty Methode
Als Softwareentwickler will man so schnell wie möglich die IDE anwerfen und den ersten Proof of Concept fertigstellen. Leider führt dieser Drang auch dazu, dass die eigene Entwicklungsumgebung nicht so konfiguriert ist, wie es vielleicht der IT-Professional täte. Daher auch die Bezeichnung als Quick & Dirty.Diese Methode geht sehr einfach an das Problem ran, in dem es die Standard Einstellung von Strict auf Permissive ändert. Für diese Einstellung gibt es aber eigentlich keinen Grund, da hiermit die Sicherheit von SharePoint geschwächt wird. Es sollte daher immer die sichere Methode den Vorzug gegeben werden. Dazu gleich mehr.
• In der Zentraladministration unter dem Bereich Application Management den Punkt Manage Web Applications auswählen.
• Die Web Application auswählen die konfiguriert werden soll.
• Im Ribbon Menü den Punkt General Settings auswählen
• Bis zur Einstellung Browser File Handling scrollen und die Einstellung auf Permissive ändern.
Nach Änderung Web Application Einstellungen muss noch der verknüpfte Application Pool recycled werden. Alternativ kann auch ein iisreset.exe /noforce ausführen.
Die sichere Methode
In einer Produktionsumgebung will man den Server möglichst Sicher betreiben. Daher ist es möglich die Einstellung für das Browser file handling auf Strict zu belassen und stattdessen den MIME Type zu registrieren. Hierfür sind zwei Schritte notwendig.Als erstes muss der MIME Type im IIS registriert werden:
• Start der Internet Information Manager Konsole
• Den Server der Konfiguriert werden soll in der linken Spalte auswählen
Die Einstellung kann entweder für den ganzen Server oder nur für eine Web Application vorgenommen werden.
• Die Einstellung für die MIME Typen öffnen und ein neues hinzufügen
• Bei „File name extension“ die Endung .msg eintragen
Den Punkt vor der Endung mit angeben
• Bei „MIME Type“ den Wert application/vnd.ms-outlook eintragen
Die Einstellungen müssen auf allen Web Frontend Servern in der SharePoint Farm vorgenommen werden.
Als nächsten Schritt muss man mittels der Powershell die Dateiendung .msg der Eigenschaften der Web Application hinzufügen. Am besten ist es man erstellt sich hierfür ein kleines Skript. Diese Einstellungen muss dann nur auf einem der Server in der Farm ausgeführt
$web = Get-SPWebApplication http://<eigene WebApplication eintragen>
If ($web.AllowedInlineDownloadedMimeTypes -notcontains "application/vnd.ms-outlook")
{
$web.AllowedInlineDownloadedMimeTypes.Add("application/vnd.ms-outlook")
$web.Update()
}
Als letztes werden alle Web Frontend Server über iisreset.exe /noforce neu gestartet.
Tuesday, April 16, 2013
Keine Verbindung mit dem SharePoint Administration Service - Windows Event ID 6398
Das Leben mit SharePoint ist immer spannend und abwechslungsreich. Das merkt man vor allem daran, dass man bei der Arbeit immer wieder mit Fehlern konfrontiert wird, welche man so noch nicht kannte. Vor allem dann, wenn die Fehlerbeschreibung einen erst einmal auf die falsche Fährte lockt.
Bei einem meiner Kunden habe ich im Windows Event Log folgenden Fehler vorgefunden:
Wie sich herausstellte, wurden auf dem SharePoint Server, auf dem auch der Microsoft Project Server installiert wurde, die Content Datenbanken und die Project Server Datenbanken, mittels des SQL Servers, wieder hergestellt. Dabei wurden die Datenbanken in die Farm eingespielt, ohne vorher den SharePoint Timer Service anzuhalten.
Nach einigem Suchen, habe ich schließlich ein Beitrag im Microsoft Forum gefunden, welcher genau mein Problem beschrieben hat. Leider gibt es im Netz eine Vielzahl verschiedener Ursachen für den Event Eintrag 6398. In meinem Fall hat es sich herausgestellt, dass durch das Wiederherstellen des Backups ein Timer Job zurückgeblieben ist, welches die Probleme verursachte. Mit folgendem Powershell Skript konnte ich schließlich den Timer Job isolieren und löschen.
Nachdem ich den alten Timer Job gelöscht hatte, konnte ich wieder auf die Liste der Timer Job zugreifen und die Fehler sind nicht mehr im Windows Event Log aufgetreten.
Bei einem meiner Kunden habe ich im Windows Event Log folgenden Fehler vorgefunden:
| Log Name: | Application |
| Source: | Microsoft-SharePoint Products-SharePoint Foundation |
| Date: | 16.04.2013 05:10:30 |
| Event ID: | 6398 |
| Task Category: | Timer |
| Level: | Critical |
| Keywords: | |
| User: | Farm account |
| Computer: | Only for me to know ;) |
| Description: | The Execute method of job definition Microsoft.SharePoint.Administration.SPTimerRecycleJobDefinition (ID dd6757f2-1684-4834-b419-8dafc87cdffc) threw an exception. More information is included below. This operation uses the SharePoint Administration service (spadminV4), which could not be contacted. If the service is stopped or disabled, start it and try the operation again. |
Wie sich herausstellte, wurden auf dem SharePoint Server, auf dem auch der Microsoft Project Server installiert wurde, die Content Datenbanken und die Project Server Datenbanken, mittels des SQL Servers, wieder hergestellt. Dabei wurden die Datenbanken in die Farm eingespielt, ohne vorher den SharePoint Timer Service anzuhalten.
Nach einigem Suchen, habe ich schließlich ein Beitrag im Microsoft Forum gefunden, welcher genau mein Problem beschrieben hat. Leider gibt es im Netz eine Vielzahl verschiedener Ursachen für den Event Eintrag 6398. In meinem Fall hat es sich herausgestellt, dass durch das Wiederherstellen des Backups ein Timer Job zurückgeblieben ist, welches die Probleme verursachte. Mit folgendem Powershell Skript konnte ich schließlich den Timer Job isolieren und löschen.
PS C:\> $job = Get-SPTimerJob | where {$_.DisplayName -eq $null} PS C:\> $job Name Schedule Last Run ---- -------- -------- PWASSP_bd110576-8... daily between 00:... 01.01.0001 00:00:00 PS C:\> $job.Description Project Server Shared Timer Job PS C:\> $job.Delete() |
Nachdem ich den alten Timer Job gelöscht hatte, konnte ich wieder auf die Liste der Timer Job zugreifen und die Fehler sind nicht mehr im Windows Event Log aufgetreten.
Friday, March 22, 2013
Ermitteln der IO Leistungsfähigkeit eines Windows Servers
Für den
Betrieb einer SharePoint Farm ist ein funktionierender Microsoft SQL Server
unabdingbar. Ohne geht es nicht. Deshalb bin ich der Meinung, dass es für uns
Administratoren wichtig ist sich mit den Grundlagen des SQL Server vertraut zu
machen. Wer einen DBA im Haus hat, der ihm die Arbeit abnimmt, ist an dieser Stelle fein raus ;)
Der folgende Beitrag richtet sich daher vor allem an SharePoint
Administratoren, die keinen SQL Speziallisten zur Hand haben.
Über die
Installation und Konfiguration des Servers gibt es ausreichende Informationen.
Sei es auf den TechNet Seiten, in Blogs, Zeitschriften oder Bücher. Eine Situation die ich aber häufiger einmal antreffe ist, dass das Thema Performance der SharePoint Farm viel zu spät oder gar nicht betrachtet wird. Da bei einer SharePoint Farm die Leistungsfähigkeit des SQL Clusters, im besonderen die der Festplatten, maßgeblich
die Leistungsfähigkeit der SharePoint Farm beeinflusst, lohn es sich in jedem
Fall hier zu Überprüfen ob alles so ist wie es sein soll.
Natürlich gibt es bei einer SharePoint Farm noch eine ganze Reihe weiterer Stellschrauben um die Performance zu verbessern. Ziel in diesem Beitrag soll es aber
sein, die IO Leistung der Festplatten im SQL Server zu ermitteln. Dazu muss auf den Servern ein Last-Test durchführen und die durchschnittlichen Lese-
und Schreibegeschwindigkeit, die IOPS Leistung und Latenz erfasst werden.
Überwachung der Leistungswerte
Warum ist es
aber für den späteren Betrieb wichtig diese Werte im Vorfeld zu erfassen und zu
dokumentieren? Bei der Überwachung eines Servers kann die Überwachung in zwei
Kategorien unterteilt werden:
- Reaktiv
- Progressiv
Bei der
reaktiven Überwachung wird auf die Änderung eines Indikators reagiert und z.B.
eine Benachrichtigung versendet. Icinga ist so eine Lösung. Dabei werden in
festgelegten Intervallen ein oder mehrere Dienste überwacht. Wenn sich dieser
dann außerhalb der vordefinierten Parameter bewegt, wird Alarm ausgelöst.
Auf der
anderen Seite haben wir die progressive Überwachung. Progressiv bedeutet in
diesem Fall nicht, dass die Werte in der Überwachung immer weiter steigen,
sondern der Begriff bezieht sich auf den zeitlichen Verlauf der Überwachung,
also der fortlaufenden Überwachung. Dabei werden verschiedene Leistungswerte
eines Servers langfristig protokolliert. Dies wird gemacht um langfristige
Trends des Servers erfassen zu können. Die Windows Leistung Sammelungssätze
sind ein sehr gutes Beispiel hierfür. Erst durch die Langzeiterfassung können
wir erkennen potenzielle Probleme erkennen, dass z.B. die Netzwerkschnittstelle
über Monate hinweg immer mehr und mehr Daten transportieren muss und bald die
Kapazitätsgrenze erreicht ist.
Nun ist die Leistungsgrenze einer Netzwerkkarte verhältnismäßig einfach zu
ermitteln, da sich diese errechnen lässt. Eine 1Gbit/s Karte wird im Schnitt
nicht mehr als 100MB/s transportieren können. Wie sieht es aber bei den
Laufwerken aus. Auch hier könnten wir anhand der Datenblätter des Herstellers
des SAN bzw. der Platten ungefähr ausrechnen was unser System leisten kann. Bei
einem Festplattenspeicher spielen aber noch viel mehr Faktoren eine Rolle, welche sich
auf die Leistungsfähigkeit auswirken können. Es ist daher einfacher das System
aufzubauen und dann die Gesamtleistung, im Rahmen eines Lasttests, zu erfassen.
Diese Leistungsgrenze wird im Englischen auch als “Baseline” bezeichnet. Mit
Hilfe der Baseline können wir also in Zukunft, bei der progressiven Überwachung
der Server, feststellen ob unser System an seine Leistungsgrenze kommt.
Festlegen der Indikatoren
Um die
Baseline erfassen zu können, müssen wir überhaupt erst einmal festlegen, welche
Leistungswerte in Zukunft aussagekräftige Informationen über die Leistung
unseres Servers bereitstellen. Die Werte ermitteln wir mit Hilfe des Windows
Leistungsindikatoren. Wer noch nicht mit den Leistungsindikatoren gearbeitet
hat, dem empfehle ich die Artikel zur Einrichtung im TechNet vorher
durchzuarbeiten.
Erste
Schritte mit der Leistungsüberwachung (http://technet.microsoft.com/de-de/library/dd744567(v=ws.10).aspx)
IOPS
Die
Abkürzung IOPS steht für den englischen Begriff “Input/Output Operations” per
Second. Diese Angabe beschreibt die Fähigkeit des Datenbusses
Kommunikationsbefehle zwischen dem Betriebssystem und dem Speichermedium zu
transportieren. Die Angabe für sich alleine ist noch nicht sehr aussagekräftig,
denn es gibt viele verschiedene Faktoren die berücksichtigt werden müssen. Ein
wesentlicher Faktor ist die Größe der übermittelten Datenblöcke, welche bei
einer I/O Operation transportiert wird. Um z.B. 100 MB in 16 kB Blöcken zu
übertragen, muss das System doppelt so viele IOPS ausführen als wenn 32 kB
Blöcke verwendet werden.
| Indikator | Beschreibung |
| Durchschnittl. Warteschlangenlängenlänge des Datenträgers-Lesend | Die durchschnittliche Anzahl der Leseanforderungen, die für den gewählten Datenträger während des Abtastintervalls in der Warteschlange aufgenommen wurden. |
| Durchschnittl. Warteschlangenlängenlänge des Datenträgers-Schreibend | Die durchschnittliche Anzahl der Schreibanforderungen, die für den gewählten Datenträger während des Abtastintervalls in der Warteschlange aufgenommen wurden. |
| Lesevorgänge/s | Die Rate von Lesevorgängen auf dem Datenträger. |
| Schreibvorgänge/s | Die Rate von Schreibvorgängen auf dem Datenträger. |
Transportleistung
Mit der Transportleistung wird die Fähigkeit beschrieben eine Anzahl an Daten in einem Zeitraum zu transportieren. Diese Werte werden für gewöhnlich mit Bytes oder Megabyte pro Sekunde angegeben.
| Indikator | Beschreibung |
| Bytes gelesen/s | Die Rate, mit der Bytes während Lesevorgängen vom Datenträger übertragen werden. |
| Bytes geschrieben/s | Die Rate, mit der Bytes während Schreibvorgängen auf den Datenträger übertragen werden. |
| Mittlere Bytes/Lesevorgang | Die durchschnittliche Anzahl der Bytes, die während Lesevorgängen vom Datenträger übertragen wurden. |
| Mittlere Bytes/Schreibvorgang | Die durchschnittliche Anzahl der Bytes, die während Schreibvorgängen auf den Datenträger übertragen wurden. |
| Mittlere Sec./Lesevorgang | Die durchschnittliche Zeitdauer in Sekunden für das Lesen von Daten auf dem Datenträger. |
| Mittlere Sec./Schreibvorgang | Die durchschnittliche Zeitdauer in Sekunden für das Schreiben von Daten auf den Datenträger. |
| Teil-E/A/s | Gibt die Teilungsrate der E/As auf dem Datenträger an. Ein E/A kann geteilt werden, wenn Daten angefordert werden, die zu groß für einen einzelnen E/A sind oder wenn der Datenträger fragmentiert ist. |
Andere relevante Messwerte
Zusätzlich
zu den Indikatoren die sich mit dem Speicher System beschäftigen, ist es
ratsam auch die Indikatoren der CPU und ggf. der Netzwerkkarte zu
Protokollieren. Bei der CPU interessieren uns vor allem die Prozessorzeit (%),
die Menge der Interrupts/s und DPC in Warteschlange/s je Core. Bei intensiver
Last der Speichermedien sollte die Prozessorzeit nicht sonderlich ansteigen.
Dies könnte zum Beispiel beim Einsatz von iSCSI passieren, wenn der HBA kein
TCP Off-Load unterstützt. Dann nämlich muss die CPU den zusätzlichen TCP/IP
Overhead bearbeiten. Wenn iSCSI verwendet wird kann man die Netzwerkkarte, die
mit dem Target verbunden ist, mit in die Überwachung aufnehmen.
SQLIO
Nachdem
jetzt festgelegt wurde welche Werte wir ermitteln wollen, müssen wir uns noch
Gedanken machen wie wir Last auf das System bringen. Microsoft bietet uns hierfür
ein eigenes Tool an, welches auf den Downloadseiten kostenfrei heruntergeladen
werden kann.
Nachdem man
SQLIO installiert hat, befindet sich im Programme-Verzeichnis ein neuer Ordner
mit den Dateien. Da SQLIO von der Befehlszeile aus gestartet wird, öffnet man
am besten eine neue Eingabeaufforderung und navigiert in das entsprechende
Verzeichnis.
Parameter
Damit SQLIO
funktionieren kann, müssen noch einige Parameter konfiguriert bzw. bei Start
mitgegeben werden. Alle notwendigen Informationen, damit man brauchbare
Ergebnisse erzielen kann, sind in der Datei readme.txt nachzulesen.
Da SQLIO
immer nur ein Test zurzeit durchführen kann, muss man wenn unterschiedliche
Parameter getestet werden sollen, den Vorgang mit einer Batchdatei automatisieren.
Hierfür legt man am besten im Verzeichnis von SQLIO eine neue .bat Datei an und
öffnet diese zum Bearbeiten. In jeder Zeile schreibt man dann die Parameter mit
der man sein Test ausführen möchte. Beim Schreiben des Logs sollte man darauf
achten, dass diese unterschiedliche Namen erhalten. SQLIO überschreibt die
vorhandene Logdatei anstatt sie anzuhängen.
Beim festlegen der Größe der Testdatei, sollte man außerdem darauf achten, dass diese größer ist als der
im SAN eingesetzte Cache. Grade beim sequenziellen Lesen der Data können sonst
die Ergebnisse verfälscht werden.
...und Los
Sobald die Windows
Leistungsindikatoren konfiguriert sind und die Berichte aufgezeichnet werden, kann der SQLIO Batch gestartet werden. Das Ergebnis der Protokollierung kann zu kontrollzwecken ggf. ein zweites Mal gestartet werden. In jedem Fall sollte man die Leistungsdaten aufheben und in der Dokumentation des Servers protokollieren.
Fazit
Bevor eine
neue SharePoint Farm in Betrieb genommen wird, sollte die Ermittlung der gesamten
Leistungsfähigkeit des Datenspeichersystems erfolgen. Bei der
Problemverfolgung, können diese Informationen dem Administrator helfen, zu
verstehen wo ggf. ein Engpass vorliegt. Die Ermittlung der Leistungsfähigkeit
kann mittels SQLIO, einem Tool von Microsoft, kostenfrei erfolgen.
Zusätzlich
bietet der Einsatz von SQLIO die Möglichkeit, beim Server ein Burn-In Test durchzuführen. Dies sollte erfolgen, bevor Produktionsdaten eingespielt werden. Somit wird das Risiko gesenkt,
fehlerhafte Festplatten zu verwenden.
Weitere interessante Artikel zum lesen:
- Benchmarking SQL Server IO with SQLIO
- SAN Performance Tuning with SQLIO
- THE SQL Server Blog Spot on the Web
- Disk Subsystem Performance Analysis for Windows
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Sharepoint 2007,
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